Zutaten
Zubereitung
- Teig ansetzen (5 Min. aktiv): Das Kichererbsenmehl in eine große Schüssel geben, das kalte Wasser nach und nach mit einem Schneebesen einrühren, bis eine glatte, dünnflüssige Masse ohne Klumpen entsteht. Mit 1 TL Salz würzen.
- Ruhen lassen (20–30 Min.): Die Schüssel abdecken und mindestens 20 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen, während du die Kartoffeln vorbereitest. In dieser Zeit nimmt das Kichererbsenmehl die Flüssigkeit vollständig auf, was den späteren Geschmack milder und die Konsistenz beim Backen gleichmäßiger macht. Der Teig darf ruhig etwas länger stehen – je mehr Zeit er hat, desto milder wird später der typisch erdige Kichererbsen-Geschmack. Für eine schnelle Feierabend-Version reichen aber auch 20 Minuten völlig aus, klassische Rezepte mit stundenlanger Ruhezeit zielen vor allem auf ein noch feineres Aroma, nicht auf die Grundfunktion des Rezepts.
- Kartoffeln hobeln: Die Kartoffeln schälen und mit einem Gemüsehobel in möglichst dünne Scheiben (ca. 2 mm) schneiden – das ist wichtig, denn nur so garen sie in der kurzen Backzeit vollständig durch. Von Hand geschnittene, dickere Scheiben bleiben sonst innen roh, während die Kruste außen längst goldbraun ist. Ein Gemüsehobel schafft hier eine Gleichmäßigkeit, die mit dem Messer kaum zu erreichen ist – jede Scheibe gart dadurch in derselben Zeit durch, statt dass dünne Stellen schon verbrennen, während dickere noch bissfest sind. Die Scheiben mit einer Prise Salz vermengen.
- Backofen vorheizen und Form vorbereiten: Den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine runde Tarteform oder Auflaufform (ca. 26–28 cm) großzügig mit Olivenöl einfetten.
- Schichten und backen: Vom Kichererbsenteig den Schaum abschöpfen, der sich während der Ruhezeit an der Oberfläche gebildet hat, dann die 30 ml Olivenöl unterrühren. Die Kartoffelscheiben gleichmäßig unterrühren in die Form geben. Gegebenenfalls noch ein paar Rosmarinnadeln darüberstreuen. Im vorgeheizten Ofen 35–40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Kartoffeln beim Hineinstechen mit einer Gabel weich sind. Die Kruste sollte dabei an den Rändern schon deutlich dunkler und knuspriger sein als in der Mitte – das ist normal und ein gutes Zeichen, kein Hinweis auf ungleichmäßiges Backen.
- Kurz ruhen lassen und servieren: Die Farinata 5 Minuten in der Form ruhen lassen, dann in Stücke schneiden. Am besten warm servieren, solange die Kruste noch knusprig ist.
Tipps
Zutatenzahl: 5 Hauptzutaten plus Wasser und Salz als Grundausstattung – keine versteckten tierischen Produkte, keine Zusatzstoffe. Kichererbsenmehl liefert dabei von Natur aus deutlich mehr Eiweiß als Weizenmehl, was diese Farinata auch ohne Fleisch oder Käse zu einem sättigenden Hauptgericht macht.
