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Sugo al Pomodoro

Die klassische italienische Tomatensauce aus reifen Tomaten, Soffritto und Basilikum, langsam gekocht und ohne Zucker. Vegan und glutenfrei.
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 45 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde
Portionen: 4 Portionen
Gericht: Grundrezept
Küche: Italienisch

Zutaten
  

  • 1 kg vollreife Fleischtomaten (San Marzano, Roma oder Ochsenherz) oder ersatzweise 800 g gute Dosentomaten, ganz und ungesüßt
  • 4 EL natives Olivenöl extra
  • 1 mittelgroße Zwiebel fein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen fein gehackt
  • 1 kleine Karotte ca. 60 g, fein gerieben
  • 1 Bund frisches Basilikum ca. 15 Blätter
  • 1 TL Salz mehr nach Geschmack
  • frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung
 

  1. Tomaten vorbereiten. Was: Bei frischen Tomaten ein kleines Kreuz am unteren Ende einritzen, 30 Sekunden in kochendes Wasser geben, dann sofort in Eiswasser abschrecken. Wie: Die Haut lässt sich danach mühelos abziehen, das Fruchtfleisch grob würfeln. Bei Dosentomaten reicht es, sie mit einer Gabel grob zu zerdrücken. Warum: Ungehäutete Tomatenhaut löst sich beim Köcheln in dünnen, zähen Fetzen, das stört später die samtige Konsistenz.
  2. Soffritto ansetzen. Was: Olivenöl in einem breiten Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, die gewürfelte Zwiebel darin 5 Minuten glasig dünsten, bis sie weich ist, aber keine Farbe annimmt. Wie: Regelmäßig rühren, die Hitze bei Bedarf reduzieren. Warum: Zu heiß angebratene Zwiebeln werden bitter und dominieren später den Geschmack der Tomaten, statt sie zu unterstützen.
  3. Knoblauch und Karotte dazugeben. Was: Knoblauch und die fein geriebene Karotte zur Zwiebel geben, 2 bis 3 Minuten mitdünsten, bis es aromatisch duftet. Wie: Ständig rühren, damit der Knoblauch nicht anbrennt und bitter wird. Warum: Die geriebene Karotte ist der eigentliche Trick dieses Rezepts. Sie schmilzt beim Köcheln fast unsichtbar in die Sauce ein und gibt dabei ihren natürlichen Zucker ab, der die Säure der Tomaten ausgleicht, ganz ohne dass du Industriezucker hinzufügen musst.
  4. Tomaten hinzufügen und aufkochen. Was: Die vorbereiteten Tomaten in den Topf geben, mit Salz würzen und einmal kurz aufkochen lassen. Wie: Sobald es sprudelt, die Hitze auf die niedrigste Stufe reduzieren. Warum: Starkes Kochen lässt Wasser zu schnell verdampfen und die Sauce spritzt, während sich die Aromen noch gar nicht richtig entfalten konnten.
  5. Langsam köcheln lassen. Was: Den Topf mit leicht schräg aufgelegtem Deckel 35 bis 45 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Wie: Die Sauce ist fertig, wenn sie deutlich eingedickt ist und beim Ziehen mit dem Löffel kurz eine Spur hinterlässt. Warum: Genau in dieser Zeit passiert die eigentliche Magie: Wasser verdampft, die natürlichen Zucker der Tomaten konzentrieren sich, und die Sauce wird von selbst süßer und runder. Süß wird Sugo al Pomodoro durch Zeit, nicht durch Zucker, das ist der Kern dieses ganzen Rezepts.
  6. Passieren statt pürieren. Was: Die Sauce durch ein Passiergerät (Flotte Lotte oder elektrisches Passiergerät) streichen, zurück in den sauberen Topf geben. Wie: Die feine Scheibe verwenden, damit Schalenreste und Kerne zuverlässig zurückbleiben. Warum: Ein Pürierstab zerkleinert auch die Kerne, die dabei bittere Gerbstoffe freisetzen, und schlägt zusätzlich Luft unter die Sauce, wodurch sie heller und schaumiger wird. Ein Passiergerät trennt Fruchtfleisch von Kernen und Haut mechanisch, ohne die Zellstruktur zu zerstören, das Ergebnis ist spürbar samtiger und intensiver im Geschmack.
  7. Basilikum einarbeiten. Was: Die passierte Sauce noch einmal kurz aufkochen, dann vom Herd nehmen und das frische Basilikum grob zerzupft einrühren. Wie: Erst jetzt hinzufügen, nicht mitkochen. Warum: Frisches Basilikum verliert beim längeren Kochen seine ätherischen Öle und damit sein charakteristisches Aroma, kurz vor Schluss eingerührt bleibt der Duft erhalten.
  8. Abschmecken und verfeinern. Was: Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken, zum Schluss den letzten Esslöffel Olivenöl unterrühren. Wie: Erst nach dem Herunternehmen vom Herd einrühren, nicht mitkochen. Warum: Kalt bzw. lauwarm eingerührtes Olivenöl bindet sich cremig mit der Sauce und rundet den Geschmack ab, anstatt sich beim Kochen einfach wieder abzusetzen. Lass die fertige Sauce vor dem Servieren noch 5 Minuten bei ausgeschalteter Herdplatte im Topf stehen, so setzen sich die Aromen noch einmal, und die Sauce erreicht eine angenehme Serviertemperatur, ohne dass die Pasta später zu schnell auskühlt.