– das süße Sommerrezept aus Italien
Kirschsaison.
Nur wenige Wochen im Jahr hängen die Bäume hier in Italien so schwer von diesem tiefen, dunkelroten Obst. Auf dem Wochenmarkt türmen sich die Kirschen in großen Holzkisten, der Duft ist süßlich und warm, die Verkäufer pressen dir beim Probieren gleich eine Handvoll in die Hand. Seit ich hier lebe, entdecke ich immer wieder traditionelle Rezepte, die sich wunderbar vegan zubereiten lassen — und die süße Focaccia mit Kirschen ist eines der schönsten davon. Diese Kirsch Focaccia vegan, glutenfrei und zuckerfrei ist für mich das saisonal perfekte Sommerrezept: unkompliziert im Aufwand, aber groß im Geschmack.
Die Kombination aus saftigen Kirschen, dem feinen Zitronenaroma und dem würzigen Rosmarin ist typisch mediterran und schmeckt nach warmen Sommertagen in Italien. Wenn ich diese Focaccia aus dem Ofen nehme — goldbraun, die Kirschen leicht aufgeplatzt, das Olivenöl noch knisternd — ist das für mich der Inbegriff von Sommerbacken. Keine aufwändige Küche, keine langen Zutatenlisten. Nur gute Zutaten, die gerade jetzt am besten sind.
Ich backe dieses Rezept besonders gerne, wenn die Kirschsaison beginnt. Die Focaccia eignet sich perfekt zum Frühstück, für ein Picknick im Schatten, oder als süße Leckerei, die man einfach mitnimmt. Was meine Version von einer klassischen Focaccia dolce unterscheidet: Sie ist vollständig vegan, glutenfrei und kommt ganz ohne raffinierten Industriezucker aus. Der entscheidende Trick, der das möglich macht, ist eine kleine Zutat, die in den meisten Küchen noch unbekannt ist — und die ich dir hier zeigen möchte.
Auf einen Blick — Kirsch Focaccia
ca. 1h 20 Min. gesamt
aus einer 24 cm Form
rühren statt kneten
Snack · Brunch
✔ Glutenfrei
✔ Ohne Zucker
🍒 Saisonal
Das eine Geheimnis glutenfreier Focaccia: Flohsamenschalen
Bevor wir backen, möchte ich dir den einen Trick erklären, ohne den diese Focaccia nicht funktionieren würde. Denn wer schon einmal versucht hat, glutenfreies Brot oder glutenfreie Focaccia ohne Bindemittel zu backen, kennt das Ergebnis: krümelig, dicht, trocken — ein Gebäck, das zerfällt, sobald man es anfasst.
Der Grund liegt im Gluten selbst. In normalem Weizenmehl bilden die Glutenproteine beim Kneten ein elastisches Netz, das den Teig zusammenhält, Feuchtigkeit speichert und die Luftblasen der Hefe einschließt. Ohne dieses Netz fehlt dem Teig Struktur — er fließt auseinander statt aufzugehen. Flohsamenschalen lösen genau dieses Problem auf pflanzliche, natürliche Weise. Sobald Flohsamenschalen in Kontakt mit Flüssigkeit kommen, bilden sie eine gallertartige, hochviskose Masse — ein natürliches Gel, das im Teig dasselbe leistet wie Gluten: es bindet Wasser, schafft Elastizität und gibt dem Teig Struktur. Das Ergebnis ist eine glutenfreie Focaccia, die innen fluffig und saftig ist, außen goldbraune Knusprigkeit entwickelt und beim Anschneiden nicht zerbricht.
Die entscheidende Technik ist simpel: Der Teig muss nach dem Rühren mindestens 30 Minuten ruhen. In dieser Zeit quellen die Flohsamenschalen vollständig auf und binden die gesamte Flüssigkeit. Was vorher ein dünner Batter war, wird zu einem formbaren, weichen Teig. Wer diese Ruhephase überspringt, bekommt eine flache, feuchte Focaccia ohne Luftigkeit. Wer wartet, bekommt das Original.

Warenkunde: So gelingt die Kirsch Focaccia vegan, glutenfrei und zuckerfrei
Kirschen — die vegan glutenfrei zuckerfrei Kirschen-Wahl für beste Ergebnisse
Nicht jede Kirsche eignet sich gleich gut zum Backen. Für die Focaccia brauchst du Kirschen mit festem Fleisch und intensivem Aroma — weiche, überreife Kirschen verlieren beim Backen zu viel Saft und machen den Teig um sie herum zu feucht. Am besten eignen sich Süßkirschen der Sorten Burlat, Giorgia oder Kordia — sie haben genug Festigkeit, um die Backzeit zu überstehen, geben dabei aber ihr volles Aroma ab. In Italien findet man auf dem Markt oft die kleineren, intensiv roten Ciliegie di Vignola aus der Emilia-Romagna — außergewöhnlich aromatisch und fest. Im deutschen Supermarkt reichen aber auch einfache Süßkirschen aus der Saison, solange sie fest und reif (nicht weich) sind.
Kirschen kurz vor dem Backen entkernen — nicht schon Stunden vorher, da sie sonst Saft verlieren und schrumpfen. Pro Portion rechne ich mit etwa 75 g entkernte Kirschen. Nach dem Entkernen kurz auf Küchenpapier abtupfen, um überschüssigen Saft zu entfernen: So platzen die Kirschen im Ofen auf und geben ihren Saft dosiert in den Teig ab — ohne ihn zu durchweichen.
Glutenfreie Mehlmischung — warum Reismehl und Stärke gemeinsam besser sind
Reines Reismehl allein macht glutenfreies Gebäck schwer und kompakt — es fehlt die leichte, lockere Textur. Kartoffelstärke oder Tapiokastärke dagegen hat kaum Eigengeschmack, macht den Teig aber deutlich luftiger und gibt eine feine, zarte Krume. Die Kombination aus 140 g Reismehl und 60 g Kartoffelstärke ergibt ein ausgewogenes Verhältnis: Das Reismehl gibt Struktur und einen milden, nussigen Ton; die Stärke macht ihn fluffig und leicht. Diese Mischung lässt sich problemlos auch durch andere GF-Mehlblends ersetzen, solange sie keine zugesetzten Bindemittel wie Xanthan oder Guarkernmehl enthalten — das würde mit den Flohsamenschalen zu einer zu festen, gummiartigen Textur führen.
Wichtig beim glutenfreien Backen: immer auf das GF-Zertifikat auf der Verpackung achten, nicht nur auf die Zutatenliste. Kreuzkontaminationen im Mahlwerk können zu Verunreinigungen führen, die für Menschen mit Zöliakie oder starker Glutenunverträglichkeit problematisch sind.
Olivenöl — das Herzstück jeder Focaccia
Focaccia ist Olivenöl-Gebäck — ohne großzügige Mengen Olivenöl ist eine Focaccia keine Focaccia. Das Öl macht den Teig saftig, sorgt für die charakteristische goldbraune, leicht knusprige Unterseite und trägt maßgeblich zum Geschmack bei. Verwende ausschließlich Olivenöl extra vergine von guter Qualität: fruchtiges Profil, aktuelle Ernte. Ein schlechtes, bitteres Öl wird durch das Backen nicht besser — im Gegenteil. Sizilianische oder ligurische Olivenöle passen zur Kirsch-Rosmarin-Kombination besonders gut, weil sie ein mildes, fruchtiges Aroma mitbringen, das die Süße der Kirschen unterstreicht, ohne sie zu überlagern.
Rosmarin und Zitronenabrieb — das mediterrane Duett
Frischer Rosmarin und Zitronenabrieb auf einem süßen Gebäck klingt zunächst ungewöhnlich — ist aber typisch mediterran und genial. Der Rosmarin bringt eine harzige, leicht bittere Note, die die Süße der Kirschen ausbalanciert und dem ganzen Gebäck Tiefe gibt. Die Zitronenzeste öffnet sich beim Backen unter Hitze und gibt ihre ätherischen Öle frei — das Ergebnis ist ein frisches, blumiges Zitronenaroma, das sich durch die gesamte Focaccia zieht. Wichtig: ausschließlich Bio-Zitronen mit unbehandelter Schale verwenden. Konventionelle Zitronen werden mit Fungiziden behandelt, die in der Wachsschicht sitzen — beim Abreiben landen sie im Teig. Auf Bio-Zitronen achten, die „scorza non trattata“ ausweisen.
Rosmarin: nur die frischen Nadeln verwenden, die holzigen Stängel entfernen. Getrockneter Rosmarin funktioniert in einem Notfall, gibt aber ein weniger frisches, manchmal leicht muffiges Aroma ab — ich empfehle ihn für dieses Rezept nicht.
Süßen ohne Zucker — Ahornsirup und Agavendicksaft
Wer zuckerfrei backen möchte, greift häufig zu Süßungsmitteln, die zwar „natürlich“ klingen, aber chemisch raffiniertem Zucker ähneln. Ahornsirup ist hingegen ein echtes Naturprodukt: Es enthält neben Süße auch Mineralstoffe und verhält sich beim Backen anders als raffinierter Zucker. Für die Hefe ist das besonders wichtig: Trockenhefe benötigt zum Aktivieren eine kleine Menge vergärbaren Zucker. Ahornsirup liefert genau das — er aktiviert die Hefe ebenso zuverlässig wie Haushaltszucker, bringt aber zusätzlich ein leichtes Karamell-Aroma mit.
Für den Belag genügen 2 EL Ahornsirup — das ergibt eine dezente Süße, die von den Kirschen und dem natürlichen Geschmack des Teigs getragen wird. Die Focaccia soll nicht zuckersüß sein, sondern ausgewogen: salzig vom Meersalz, leicht süß von den Kirschen und dem Sirup, herb von Rosmarin und Zitrone.
Zutaten für 4 Portionen — Kirsch Focaccia
Der Teig
- 140 g Reismehl, fein (glutenfrei zertifiziert)
- 60 g Kartoffelstärke (oder Tapiokastärke)
- 10 g Flohsamenschalenpulver (ca. 2 gehäufte TL — das Bindemittel)
- 7 g Trockenhefe (1 Päckchen)
- 1 TL feines Meersalz
- 1 EL Ahornsirup (zum Aktivieren der Hefe)
- 280 ml warmes Wasser (38–40°C — nicht heißer!)
- 3 EL Olivenöl extra vergine (+ mehr zum Einfetten der Form)
Der Belag
- 300 g frische Kirschen, entkernt (ca. 400 g mit Kern)
- 2 Zweige frischer Rosmarin (nur die Nadeln)
- 1 Bio-Zitrone, unbehandelt — Schale fein abgerieben
- 2 EL Ahornsirup oder Agavendicksaft
- 2 EL Olivenöl extra vergine
- ½ TL Fleur de Sel oder grobes Meersalz
Schritt für Schritt: Kirsch Focaccia vegan, glutenfrei und zuckerfrei backen
Das Wichtigste vorab: Diese glutenfreie Focaccia wird nicht geknetet — sie wird gerührt. Der Teig hat die Konsistenz eines dicken Batters, der sich von allein in der Form verteilt. Das ist kein Fehler, sondern das richtige Zeichen. Lies alle Schritte einmal durch, bevor du anfängst.

Schritt 1 — Hefe aktivieren (5–10 Minuten)
Das Wasser auf exakt 38–40°C erwärmen — ein Küchenthermometer hilft, aber Fingerkontrolle reicht: Das Wasser soll sich angenehm warm anfühlen, nicht heiß. Wasser, das wärmer als 45°C ist, tötet Hefeorganismen ab; zu kaltes Wasser aktiviert sie nicht richtig. Den EL Ahornsirup einrühren, die Trockenhefe einstreuen und 5–10 Minuten stehen lassen. Erkennungszeichen der aktiven Hefe: Die Oberfläche wölbt sich leicht, ein cremiger, leicht bieriger Duft steigt auf, und ein feiner Schaum bildet sich. Wenn nach 10 Minuten keine Reaktion sichtbar ist, war die Hefe abgelaufen oder das Wasser zu heiß — dann neu beginnen.
Schritt 2 — Teig rühren (3–4 Minuten)
In einer großen Schüssel Reismehl, Kartoffelstärke, Flohsamenschalenpulver und Salz mischen — gut verrühren, damit das Flohsamenschalenpulver gleichmäßig verteilt ist. Die Hefe-Wasser-Mischung und 3 EL Olivenöl dazugießen. Mit einem Holzlöffel oder Teigschaber kräftig rühren — ca. 3 Minuten lang, bis eine gleichmäßige, leicht klebrige Masse entsteht. Kein Kneten nötig und kein Rühren mit den Händen: Diese glutenfreie Masse darf weich und feucht sein. Der Teig wird zunächst sehr flüssig wirken — das ist normal. Nach etwa einer Minute Rühren beginnen die Flohsamenschalen Wasser zu binden und der Batter wird spürbar dickflüssiger.
Schritt 3 — Ruhen lassen (30 Minuten)
Eine runde Backform (24 cm) großzügig mit Olivenöl ausstreichen — Boden und Rand. Den Teig hineingießen: Er verteilt sich fast von allein, mit feuchten Fingern oder einem Teigschaber gleichmäßig verstreichen, ca. 2–2,5 cm hoch. Die Form mit einem sauberen Küchentuch oder Frischhaltefolie abdecken und 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen. Diese Ruhephase ist der wichtigste Schritt: Die Flohsamenschalen quellen vollständig auf, der Teig wird fest und formstabil, und die Hefe arbeitet. Erkennungszeichen: Der Teig sollte sichtbar größer geworden sein — nicht dramatisch wie Weizenhefeteig, aber merklich aufgegangen und luftig.
Schritt 4 — Dimples, Belag und Olivenöl (5 Minuten)
Den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mit nassen (nicht ölnassen — Wasser reicht) Fingerspitzen gleichmäßig tiefe Vertiefungen in den Teig drücken: alle 3–4 cm eine Mulde, fest genug, dass sie sich beim Backen nicht schließt. Die Dimples sind nicht nur optisch typisch für Focaccia — sie sind funktional: Das Olivenöl sammelt sich darin und penetriert tief in den Teig, was ihn saftig hält. Jetzt die entsteinten Kirschen einzeln leicht in die Dimples oder direkt auf die Oberfläche drücken. Rosmarinnadeln darüber verteilen. Zitronenabrieb gleichmäßig aufstreuen. Ahornsirup und Olivenöl in einem kleinen Glas verrühren und großzügig über die gesamte Oberfläche träufeln. Mit dem groben Meersalz abschließen.
Schritt 5 — Backen bei 220°C (25–30 Minuten)
Die Form in die Mitte des vorgeheizten Ofens schieben. Bei 220°C Ober-/Unterhitze 25–30 Minuten backen. Nach 20 Minuten zum ersten Mal überprüfen: Die Ränder sollten klar gebräunt sein, die Oberfläche goldgelb-goldbraun. Ein Holzstäbchen in die dickste Stelle stechen — kommt es trocken heraus, ist die Focaccia fertig. Achtung: Glutenfreie Backwaren sehen von außen manchmal fertig aus, sind innen aber noch nicht durch — immer mit dem Stäbchentest kontrollieren. Die Kirschen werden aufplatzen und intensiv rot-lila bluten — das ist gewollt und schön. Der Duft im Ofen: Olivenöl, Rosmarin, karamellisierte Kirschen und Zitronenzeste zusammen — ein sehr guter Duft.
Schritt 6 — Abkühlen und anrichten (mindestens 10–15 Minuten)
Die Focaccia aus dem Ofen nehmen und mindestens 10–15 Minuten in der Form abkühlen lassen — dieser Schritt ist bei glutenfreiem Gebäck besonders wichtig. Im heißen Zustand ist die Krumenstruktur noch weich und würde beim Anschneiden zusammendrücken. Erst wenn die Focaccia auf Handtemperatur abgekühlt ist, lässt sie sich mit einem scharfen Brotmesser sauber schneiden ohne zu zerbröseln. Dann aus der Form lösen — durch das großzügige Einölen löst sie sich leicht. Am besten lauwarm essen, da dann das Olivenöl und die Kirschen das vollste Aroma geben. Vor dem Servieren kann man noch einen abschließenden dünnen Faden Olivenöl und etwas frischen Zitronenabrieb darüberreiben — das macht den Unterschied.
💡 Der eine Insider-Trick für perfekte Focaccia-Dimples
Dimples mit trockenen Fingern einzudrücken bedeutet, dass sie sich beim Aufgehen wieder schließen — der Teig „federt“ zurück. Mit nassen Fingern hingegen gleitet die Oberfläche leicht nach; die Mulden bleiben offen und halten das Olivenöl, das sich während des Backens darin sammelt. Noch besser: Vor dem Eindrücken kurz die Hände unter Wasser halten und gleich weiter machen, ohne abzutrocknen. Die kleinen Olivenölseen, die sich in den Dimples bilden, durchdringen während des Backens den Teig von oben — das ist das Geheimnis einer saftigen Focaccia-Krume.
🔄 Variationen für die süße Sommer-Focaccia
1. Blaubeere + Lavendel: Statt Kirschen 250 g Heidelbeeren verwenden und einen TL getrocknete Lavendelblüten über den Belag streuen. Backzeit und Temperatur identisch. Die Heidelbeeren schmelzen zu einer violetten, duftenden Masse — sehr elegant.
2. Pfirsich + Thymian: 2 reife Pfirsiche in dünne Scheiben schneiden (kein Enkernen nötig), Thymian statt Rosmarin verwenden. Pfirsiche halten dem Backen besonders gut stand, da sie weniger Saft als Kirschen abgeben — ideal für eine trockenere Krume.
3. Herzhafte Version: Belag ganz ohne Ahornsirup — stattdessen 200 g Kirschtomaten (halbiert), 8 Oliven und Rosmarin. Kein Zitronenabrieb, dafür eine Prise getrockneten Oregano. Das ist eine klassische Focaccia dolce-salata — süß-salziges Spiel durch die Tomaten.
Was noch: die Kirschsaison voll auskosten
Kirschen sind die vergänglichste Sommerfreude — ihre Saison dauert in Mitteleuropa und Norditalien gerade einmal sechs bis acht Wochen, von Ende Mai bis Anfang Juli, je nach Region und Sorte. In dieser kurzen Zeit lohnt es sich, nicht nur Focaccia zu backen, sondern die Kirschen in mehrere Richtungen zu genießen.
Einkochen für den Winter: Kirschen lassen sich wunderbar als Kompott einkochen — mit einem Spritzer Zitronensaft, etwas Agavendicksaft und einer Vanilleschote. Im Glas halten sie problemlos bis zum nächsten Sommer und machen auch außerhalb der Saison Mahlzeiten besonders. Ich koche jedes Jahr mehrere Gläser ein und verwende sie über dem Porridge, auf veganen Pfannkuchen oder als Kuchen-Füllung im Winter.
Kirsch-Smoothie ohne Zucker: 200 g tiefgekühlte Kirschen (im Sommer frisch geerntet und eingefroren), 1 Banane, 200 ml Haferdrink und ein kleines Stück frischer Ingwer ergeben einen sämigen, intensiv roten Smoothie — natürlich süß und ohne jede Zuckerzugabe. Die Kirschen liefern dabei Anthocyane, die entzündungshemmend wirken.
Kirschen-Dressing für Salat: 6 entsteinte Kirschen, 2 EL Balsamico, 3 EL Olivenöl, Salz, etwas Rosmarin — püriert ergibt das ein intensives, fruchtig-herbes Dressing. Sehr gut zu einem Rucolasalat mit gerösteten Walnüssen.
📦 Aufbewahrung
Am besten frisch: Die Kirsch-Focaccia schmeckt am besten am selben Tag, lauwarm oder bei Zimmertemperatur. Die Kirschen verlieren nach dem Backen schnell ihre Struktur — am nächsten Tag ist die Oberfläche weich und feucht.
1–2 Tage haltbar: In einem luftdichten Behälter bei Zimmertemperatur bleibt sie 1–2 Tage genießbar. Nicht im Kühlschrank lagern — Kälte macht glutenfreies Gebäck schnell trocken und fest.
Aufwärmen: Einzelne Stücke bei 180°C im Ofen 5–8 Minuten aufwärmen. Die Knusprigkeit kommt zurück, der Kirschduft ebenfalls.
Einfrieren: Den Teig ohne Belag einfrieren (nach dem Backen, abgekühlt, gut verpackt, bis 2 Monate). Frische Kirschen vor dem Einfrieren nicht auflegen — beim Auftauen verlieren sie zu viel Saft. Besser: Teig auftauen, im Ofen aufwärmen, frische Kirschen bei Bedarf frisch drauflegen.
Wenn die Kirschsaison vorbei ist, lässt sich dasselbe Teigrezept durch die gesamte Obstzeit des Jahres begleiten: Pfirsiche im August, Weintrauben und Feigen im September, Birnen und Zwetschgen im Oktober. Der Teig bleibt immer gleich — was sich ändert, ist das Obst auf der Oberfläche. Genau so arbeite ich in meiner Küche: ein Grundrezept, das die Saison sichtbar macht.
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Kirschentkerner — für schnelles, sauberes Entkernen
Wer jemals 300 g Kirschen von Hand entkernt hat, weiß wie aufwändig das ist — und wie viel Kirschsaft dabei auf Hände, Arbeitsfläche und Kleidung landet. Ein Kirschentkerner löst dieses Problem komplett: Mit einem einfachen Hebeldruck wird der Kern herausgedrückt, während die Kirsche in einem kleinen Trichter gehalten wird. Das geht überraschend schnell — in 5–7 Minuten sind 300 g Kirschen entsteinungfertig. Das Modell, das ich verwende, sitzt stabil auf der Arbeitsfläche dank einer rutschfesten Unterseite und hat einen kleinen Auffangbehälter, der die Kerne sammelt. Die Schwäche: Bei sehr kleinen oder unregelmäßig geformten Kirschen muss man etwas nachhelfen — die Zentrierung passt nicht bei jeder Frucht perfekt. Für normales Supermarkt-Süßkirschen-Format funktioniert er aber zuverlässig.
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Keramik-Obstkuchenform — ideal für süße Focaccia und Tarte
Eine gute Backform macht beim Focaccia-Backen einen spürbaren Unterschied. Ich verwende seit Jahren eine Keramikform: Sie leitet Wärme gleichmäßig weiter als dünne Metallformen, verhindert „Hot Spots“ und sorgt für eine gleichmäßig gebräunte Unterseite — entscheidend für eine knusprige Focaccia-Basis. Die Keramikoberfläche gibt keine Beschichtungen ans Backgut ab, ist spülmaschinenfest und hält auch hohe Temperaturen (bis 220°C und mehr) problemlos aus. Was ich besonders schätze: Die Form lässt sich direkt vom Ofen auf den Tisch stellen — bei einem Brunch sieht das schön aus. Die Schwäche: Keramikformen sind schwerer als Metallformen und können bei starken Temperaturschocks (heiß-kalt) springen — also nie kalt abschrecken.
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Alnatura Flohsamenschalen Bio — das Bindemittel für glutenfreies Backen
Flohsamenschalen in Bio-Qualität sind in meiner glutenfreien Backstube unverzichtbar — sie stehen vor Xanthan, Guarkernmehl und allen anderen Bindemitteln, weil sie von Natur aus pflanzlich sind, geschmacksneutral bleiben und zuverlässig binden, ohne den Teig gummiartig zu machen. Die Alnatura-Bio-Flohsamenschalen sind gemahlen, was die Bindekraft gegenüber ungemahlenen Schalen deutlich erhöht — Pulver bindet schneller und gleichmäßiger. Das ist für Focaccia ideal, weil der Teig nur 30 Minuten Ruhezeit hat und die Bindung in dieser kurzen Zeit vollständig abgeschlossen sein muss. Was ich ehrlich dazu sagen muss: Das Pulver sollte immer gut verschlossen aufbewahrt werden — es nimmt sehr schnell Luftfeuchtigkeit auf und verklumpt dann. Ein wiederverschließbarer Behälter oder eine Vorratsdose sind empfehlenswert.
Häufige Fragen zur Kirsch Focaccia vegan, glutenfrei und zuckerfrei
Kann ich für diese vegan glutenfrei zuckerfrei Kirschen Focaccia auch tiefgekühlte Kirschen verwenden?
Ja — mit einem wichtigen Schritt dazwischen. Tiefgekühlte Kirschen müssen vollständig aufgetaut und anschließend sehr gründlich auf Küchenpapier abgetropft werden, idealerweise für 20–30 Minuten. Der Grund: Tiefgekühlte Kirschen enthalten erheblich mehr Feuchtigkeit als frische, weil die Zellenstruktur beim Einfrieren aufbricht. Wenn du diese Feuchtigkeit nicht abführst, wird der Teig rund um die Kirschen nass und matschig — der Stäbchentest fällt täuschend aus, weil die Stelle rund um die Kirsche scheinbar nicht fertig ist. Mit gut abgetropften Tiefkühlkirschen gelingt das Rezept aber gut. Das Aroma ist frischen Kirschen in der Hochsaison unterlegen, aber im Winter ein guter Ersatz.
Wie lange hält die Kirsch Focaccia, und kann man sie einfrieren?
Am besten schmeckt sie frisch am selben Tag oder bis spätestens am nächsten Tag. Glutenfreies Gebäck trocknet schneller aus als Weizenbrot und verliert die Knusprigkeit meist bis zum folgenden Morgen. In einem luftdichten Behälter bei Zimmertemperatur hält sie 1–2 Tage; nicht in den Kühlschrank legen, da Kälte die Krume schnell fest und trocken macht. Einzelne Stücke lassen sich bei 180°C im Ofen 5–8 Minuten gut auffrischen. Einfrieren empfehle ich für den Teig ohne Kirschbelag: Nach dem Backen und vollständigen Abkühlen die Teigstücke gut einwickeln und einfrieren. Beim Aufwärmen im Ofen frische Kirschen drauflegen, wenn gerade Saison ist.
Geht das Rezept auch ohne Hefe — zum Beispiel mit Backpulver?
Ja, mit einigen Anpassungen. Backpulver statt Hefe bedeutet: kein Aktivierungsschritt, keine Ruhezeit für das Aufgehen der Hefe. Ersetze 7 g Trockenhefe durch 10 g Weinstein-Backpulver (etwa 2 TL) und lasse den EL Ahornsirup für die Hefe weg. Das Ergebnis ist etwas kompakter und hat nicht dieselbe leichte Hefenote, die der klassischen Focaccia so viel Charakter gibt — aber es ist schneller und funktioniert zuverlässig. Die Ruhezeit kann auf 10–15 Minuten verkürzt werden, damit die Flohsamenschalen quellen. Backtemperatur und Backzeit bleiben identisch. Wichtig: Auf die Teigkonsistenz achten — sie sollte immer noch weich und leicht feucht sein.
Welche vegan glutenfrei zuckerfrei Kirschen-Alternative gibt es außerhalb der Saison?
Außerhalb der Kirschsaison bieten sich folgende Alternativen an, die denselben Teig nutzen: Im Sommer (August) Heidelbeeren oder Pfirsichscheiben; im September Weintrauben (kernlos) oder Feigenachtel; im Herbst Birnenschheiben mit einer Prise Zimt und Kardamom; im Winter aufgetaute Tiefkühlkirschen (gut abtropfen lassen) oder Orangenscheiben mit Cranberries. Das Grundrezept ist also ein Jahresrezept — nur der Belag folgt der Saison. Der Trick mit den Flohsamenschalen als Bindemittel funktioniert unabhängig vom Obst auf der Oberfläche: Der Teig bleibt immer gleich, das Ergebnis immer saftig und glutenfrei.
Meine Leidenschaft für gesunde Ernährung entstand durch meine eigene Heilungsreise. Heute teile ich auf meinem Blog natürliche, vegane Rezepte – inspiriert von meinem Leben in Süditalien.










