Pasta e Ceci – unglaubich cremige Pasta mit Kichererbsen


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Mein Mann kochte es anders.

Kein Rezept, keine Waage, nur ein Topf, in dem etwas vor sich hin köchelte, das nach Rosmarin und geröstetem Tomatenmark roch. Pasta e Ceci, sagte er, das kocht bei uns jede Familie ein bisschen anders. Ich habe diesen Duft seitdem nie wieder vergessen — und ich koche es bis heute fast jede Woche, nur mittlerweile in meiner eigenen, komplett veganen und glutenfreien Version. Und genau darum soll es hier gehen: um Pasta e Ceci, Pasta mit Kichererbsen, ein Gericht, das schon in seiner Urform meistens ganz ohne Fleisch und Käse auskommt — man muss nur wissen, wie man es wirklich cremig bekommt, ohne eine einzige Sahne- oder Käseersatzzutat.

Denn genau da liegt der Trick, den die wenigsten kennen: Die samtige, sämige Konsistenz, für die Pasta e Ceci berühmt ist, kommt weder aus einem Schuss Sahne noch aus reichlich Parmesan. Sie kommt aus dem stärkehaltigen Kochwasser der Kichererbsen selbst — kombiniert mit der Technik, einen Teil davon fein zu pürieren. Dieselbe Logik wie bei der klassischen Nudelwasser-Mantecatura, nur mit Kichererbsenbrühe statt Sahne. Ich zeig dir unten beide Wege dorthin: die schnelle Feierabend-Variante mit Kichererbsen aus dem Glas, und wie du dir die getrockneten Kichererbsen selbst zubereitest, wenn du mehr Zeit hast und den intensiveren Geschmack magst.

Was mich an diesem Gericht bis heute überzeugt: Es braucht keine Zutatenliste, die du erst zusammensuchen musst. Alles, was hier reinkommt, steht wahrscheinlich schon in deiner Vorratskammer — Kichererbsen, Tomatenmark, Knoblauch, ein paar Nudeln. Genau das macht es zu einem echten Feierabend-Rezept, nicht nur der kurzen Kochzeit wegen.

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20–30 Minuten
👥
4 Portionen
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Einfach
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Vegan · Glutenfrei

So wird Pasta e Ceci, Pasta mit Kichererbsen, von Natur aus cremig

Die meisten Rezepte, die ich online gefunden habe, verlangen entweder viel geriebenen Käse oder verzichten ganz auf die eigentliche Kichererbsen-Cremigkeit und bleiben dünn und suppig. Beides muss nicht sein. Kichererbsen enthalten selbst genug Stärke, um beim Kochen eine seidige Bindung zu erzeugen — genau wie Nudelwasser. Du musst nur ein Drittel davon pürieren, statt alle Kichererbsen ganz zu lassen. Der Rest ist reine Technik: die Pasta nicht separat kochen und abgießen, sondern direkt in der Brühe garen lassen, wie bei einem Risotto. So gibt sie ihre eigene Stärke gleich mit ab, und am Ende reicht ein letzter Schwung Olivenöl, um alles seidig zu binden — ganz ohne Sahne, ganz ohne Käseersatz.

Historisch gesehen ist das kein Zufall. Pasta e Ceci gehört zur sogenannten cucina povera, der Küche der einfachen Landbevölkerung — dort war Fleisch ein Luxus für Feiertage, und Hülsenfrüchte waren der günstigere, alltägliche Sattmacher. Käse gehörte selten selbstverständlich dazu. Genau deshalb ist dieses Gericht in unzähligen italienischen Familien schon immer vegan gewesen, lange bevor der Begriff dafür überhaupt existierte — kein Kompromiss, sondern die eigentliche Tradition.

🫘 Getrocknet oder aus dem Glas? Beide Wege funktionieren

Für die Feierabend-Version unten nutze ich Kichererbsen aus dem Glas — die sind bereits gegart und machen das Gericht in 25 Minuten fertig. Wenn du mehr Zeit hast (zum Beispiel am Wochenende vorkochen möchtest), schmecken getrocknete Kichererbsen intensiver und die Konsistenz wird noch etwas fester. So bereitest du sie zu:

200 g getrocknete Kichererbsen über Nacht (mindestens 8, besser 12 Stunden) in reichlich kaltem Wasser einweichen — sie verdreifachen dabei etwa ihr Volumen. Mit 1 TL Natron im Einweichwasser geht’s auch schneller, dann reichen 4–6 Stunden. Danach abgießen, mit frischem Wasser bedeckt und ohne Deckel 45–90 Minuten köcheln lassen, bis sie sich zwischen den Fingern mühelos zerdrücken lassen. Wichtig für die Bekömmlichkeit: Kichererbsen enthalten roh und halbgegart geringe Mengen des Lektins Phasin, das erst durch vollständiges Weichkochen unschädlich gemacht wird — lieber ein paar Minuten länger köcheln als zu früh vom Herd nehmen. Erst am Ende salzen, das hält die Schalen zart. 200 g getrocknete Kichererbsen ergeben nach dem Kochen ungefähr die 480 g, die das Rezept unten mit den zwei Gläsern verwendet — du kannst also 1:1 tauschen und das Kochwasser genauso wie die Glasflüssigkeit weiterverwenden.

Zutaten für 4 Portionen

  • 300 g kurze glutenfreie Pasta (Mais-Reis-Basis, z. B. Ditalini oder kurze Fusilli)
  • 2 Gläser Kichererbsen à 240 g Abtropfgewicht (480 g gesamt) — Kochflüssigkeit aufbewahren
  • 3 EL Tomatenmark
  • 3 EL Olivenöl (davon 1 EL erst ganz am Ende)
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Zweig frischer Rosmarin (oder ½ TL getrockneter)
  • ½ TL Chiliflocken (optional)
  • 800 ml Gemüsebrühe oder Wasser
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Frische Petersilie, gehackt, zum Servieren

Zubereitung

1. Vorbereiten (2 Min.)
Kichererbsen in ein Sieb abgießen, die Flüssigkeit auffangen. Ein Drittel der Kichererbsen (etwa 160 g) beiseitestellen — die brauchst du gleich zum Pürieren. Knoblauch fein hacken, Rosmarinnadeln von der Rispe zupfen.

2. Röstaroma aufbauen (3 Min.)
2 EL Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen, Knoblauch, Rosmarin und Chiliflocken bei mittlerer Hitze 1 Minute andünsten, ohne dass der Knoblauch braun wird. Tomatenmark einrühren und 1–2 Minuten kräftig mitrösten, bis es dunkler wird und leicht am Topfboden haftet — das ist der Moment, in dem sich die Süße durch Karamellisierung entwickelt und die Sauce später nicht nach roher Tomate schmeckt.

3. Ablöschen und köcheln (5 Min.)
Mit der Gemüsebrühe und der aufgefangenen Kichererbsenflüssigkeit ablöschen, die zwei Drittel ganzen Kichererbsen dazugeben, aufkochen und 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, damit sich alle Aromen verbinden.

4. Die cremige Basis pürieren (2 Min.)
Die beiseitegestellten Kichererbsen mit einer Kelle Brühe aus dem Topf im Mixer oder mit dem Stabmixer fein pürieren, bis eine glatte Creme entsteht. Zurück in den Topf rühren. Das ist der eigentliche Cremig-Trick — ganz ohne Sahne oder Käse, nur durch die Stärke der Kichererbsen selbst.

5. Pasta risottieren (10–12 Min.)
Pasta direkt in den Topf geben, bei mittlerer bis niedriger Hitze offen köcheln lassen, alle 1–2 Minuten umrühren, damit nichts ansetzt. Die Pasta gart wie bei einem Risotto direkt in der Flüssigkeit und gibt dabei ihre eigene Stärke ab — genau deshalb brauchst du am Ende so wenig zusätzliches Fett, um alles cremig zu binden. Wird es zu fest, löffelweise heißes Wasser nachgießen — die fertige Konsistenz soll sämig sein, nicht suppig und nicht trocken. Nach Packungsangabe der Pasta plus 1 Minute testen, ob sie al dente ist.

6. Mantecare — vom Herd nehmen (1 Min.)
Topf von der Hitze ziehen. Den letzten Esslöffel Olivenöl einrühren und den Topf kräftig schwenken, bis alles glänzt und seidig bindet. Genau dieser Schritt macht am Ende den Unterschied zwischen „cremig“ und „nur sämig“ — und funktioniert nur, wenn die Pfanne nicht mehr auf der Flamme steht.

7. Servieren
Mit Salz und reichlich schwarzem Pfeffer abschmecken, mit Petersilie bestreuen und sofort servieren — Pasta e Ceci dickt beim Stehen weiter an.

💡 Der Trick, mit dem dieser italienische Klassiker cremig wird

Wenn deine Pasta e Ceci sonst eher dünnflüssig wurde: Es liegt fast immer daran, dass die Kichererbsen ganz bleiben, statt einen Teil zu pürieren. Püriere lieber etwas mehr als zu wenig — bis zu die Hälfte der Kichererbsen verträgt die Creme locker, ohne dass das Gericht seinen Biss verliert. Und falls es dir zu fest gerät: Immer heißes Wasser oder Brühe nachgießen, nie kaltes, sonst stoppt das Garen der Pasta abrupt.

🔄 3 Abwandlungen für deinen italienischen Klassiker

Mit was gerade da ist: Weiße Bohnen oder braune Linsen funktionieren nach demselben Prinzip — ein Drittel pürieren, Rest ganz lassen. Auch andere kurze glutenfreie Pastaformen wie Fusilli oder Penne passen problemlos.

Mit mehr Grün: 100 g Grünkohl oder Cavolo Nero, in Streifen geschnitten, in Schritt 3 mit in die Brühe geben — er gart in den 5 Minuten Köchelzeit weich mit.

Mit mehr Röstaroma: Eine Handvoll der beiseitegestellten Kichererbsen (statt sie zu pürieren) in einer separaten Pfanne knusprig anrösten und erst zum Schluss als Topping über die fertige Pasta streuen.

Diese Küchenhelfer nutze ich selbst für dieses Rezept:

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Kichererbsen im Glas

Für die schnelle Feierabend-Version greife ich zu Kichererbsen im Glas statt zur Dose — der Geschmack ist runder, und ich kann die Kochflüssigkeit bedenkenlos mitverwenden, ohne den metallischen Beigeschmack, den ich bei manchen Dosen wahrnehme. Die Konsistenz der Kerne ist meist etwas fester als bei Dosenware, was sich beim Pürieren positiv bemerkbar macht — sie zerfallen nicht so leicht zu Brei, bevor du es willst. Ehrlich gesagt: Glas ist schwerer im Versand und pro Kilo etwas teurer als die Dose — mir ist der Geschmacksunterschied das trotzdem wert, gerade bei einem Gericht, in dem die Kichererbsen die Hauptrolle spielen.

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Mein Nudel-Kochtopf

Für Pasta e Ceci brauchst du einen breiten Topf mit dickem Boden, sonst setzt die Tomatenmark-Röstung schnell an und du rührst mehr, als dir lieb ist. Meiner hat einen Edelstahlkern im Boden, der die Hitze gleichmäßig verteilt, und ist tief genug, dass auch brühige Gerichte wie dieses nicht überkochen, wenn die Pasta beim Risottieren aufquillt. Der Deckel schließt außerdem gut genug, um die Brühe beim Vorköcheln nicht zu sehr einzudicken. Einziger Nachteil: Er ist recht schwer, wenn er ganz gefüllt ist — zum Abgießen nehme ich lieber eine Schöpfkelle statt ihn zu kippen.

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Tiefe Pastateller

Weil Pasta e Ceci eher brühig als trocken ist, brauchst du keinen flachen Pastateller, sondern einen tiefen — sonst läuft die Sauce über den Rand, sobald du umrührst. Meine sind angenehm schwer in der Hand und behalten die Wärme länger, was bei diesem Gericht wirklich einen Unterschied macht, weil es sonst schnell lauwarm wird. Der breite Rand eignet sich außerdem gut, um noch etwas Petersilie oder ein paar geröstete Kichererbsen als Topping ordentlich zu platzieren. Wer wenig Stauraum hat: Sie stapeln sich nicht ganz so platzsparend wie flache Teller.

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Häufig gestellte Fragen zu Pasta e Ceci

Ist Pasta e Ceci wirklich ein italienischer Klassiker?

Ja — es gehört zur cucina povera, der einfachen Alltagsküche Italiens, in der Hülsenfrüchte statt Fleisch für Sättigung sorgten. Genau deshalb ist es in seiner Grundform meistens ohnehin schon vegan: kein Fleisch, kein Käse, nur Kichererbsen, Pasta und ein paar Aromaten. In manchen Regionen wird traditionell noch etwas geriebener Pecorino darübergestreut, das ist aber eine Ergänzung, kein notwendiger Bestandteil des Originals.

Warum gilt gerade dieses einfache Gericht als italienischer Klassiker?

Weil es in praktisch jeder italienischen Region eine eigene Version davon gibt — mit Rosmarin, mit Chili, mit oder ohne Tomate. Genau diese Vielfalt bei gleichzeitig wenigen Grundzutaten macht ein Gericht zum echten Klassiker, nicht ein einziges „korrektes“ Rezept.

Meine Pasta e Ceci wird nicht cremig, sondern bleibt suppig — was mache ich falsch?

Fast immer fehlt der Pürier-Schritt: Ohne die pürierten Kichererbsen bleibt die Brühe dünn, egal wie lange du köchelst. Püriere ruhig etwas mehr (bis zu die Hälfte der Kichererbsen), wenn du es besonders cremig magst, und lass die Pasta wirklich direkt in der Brühe garen statt sie separat zu kochen und nur unterzumischen. Ein zweiter häufiger Grund: zu viel Flüssigkeit auf einmal. Gieße lieber nach und nach nach, statt gleich die volle Menge Brühe zu verwenden — dann behältst du die Kontrolle über die Konsistenz.

Wie lange hält sich Pasta e Ceci im Kühlschrank, und kann ich es einfrieren?

Im Kühlschrank hält es sich abgedeckt 3 Tage — es dickt dabei stark nach, beim Aufwärmen also etwas Wasser oder Brühe zugeben. Einfrieren funktioniert gut für bis zu 2 Monate, allerdings wird die Pasta beim Auftauen etwas weicher, weshalb ich zum Einfrieren eher die Brühe mit den Kichererbsen ohne Pasta empfehle und die Pasta erst beim Aufwärmen frisch dazugebe.

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Naima Fee
Ich lebe mit meiner italienischen Familie in Süditalien und teile auf Cucina Naima vegane, glutenfreie und zuckerfreie Rezepte wie dieses Pasta e Ceci, Pasta mit Kichererbsen — genau so, wie ich sie selbst jede Woche koche. Die meisten Techniken dafür habe ich direkt in italienischen Küchen gelernt, nicht aus Kochbüchern.

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