Gnocchi di Zucca, vegan und glutenfrei, mit Salbei und Olivenöl in einer weißen Schale

Gnocchi di Zucca: weiche Kürbis-Gnocchi, vegan und glutenfrei


Gnocchi selber machen fand ich immer schwierig. Nicht das Formen, das geht ja schnell. Sondern dass sie am Ende so werden, wie sie sein sollen: weich und zart. Bei mir sind sie oft fest geworden, manchmal richtig gummiartig, und ehrlich gesagt hatte ich irgendwann keine Lust mehr, es immer wieder zu versuchen.

Mein Kind mochte Gnocchi bis jetzt auch nie wirklich gern. Ein paar wurden gegessen, der Rest blieb liegen. Und dann kamen diese Kürbis-Gnocchi auf den Tisch. Das waren die ersten Gnocchi, die er richtig, richtig lecker fand. Und ich weiß auch warum: Sie sind wirklich nicht fest und gummiartig, sondern so schön weich, dass sie fast im Mund zergehen.

Und das Beste: Sie sind total einfach gemacht, vor allem, wenn du das Kürbismus schon fertig hast.

⏱️ Zeitca. 45 Minuten (mit fertigem Kürbismus)
👥 Portionen4 Personen
📊 SchwierigkeitEinfach
🌱 ErnährungsformVegan, glutenfrei, ohne Industriezucker

Meine Kürbiswoche

Diese Gnocchi sind in meiner Kürbiswoche entstanden. Eine ganze Woche lang habe ich jeden Tag etwas mit Kürbis gekocht. Damit das im Alltag mit Kind überhaupt klappt, habe ich mir einen kleinen Trick überlegt: Ich habe einmal ganz viel Kürbis im Backofen gebacken und daraus ein Kürbismus gemacht. Das stand dann im Kühlschrank, und ich konnte jeden Tag einfach etwas davon nehmen.

So waren viele Rezepte plötzlich ganz schnell gemacht, und diese Gnocchi gehören für mich ganz klar zu den Highlights der Woche. Wenn du also sowieso den Ofen anmachst, back gleich ein großes Blech Kürbis mit. Du wirst es dir die ganze Woche danken.

Zutaten für vegane Kürbis-Gnocchi auf einem Teller: Kürbismus, zerdrückte Kartoffeln, Reismehl und Kartoffelstärke
Alle Zutaten für den Gnocchi-Teig

Warum diese Gnocchi so weich werden

Gnocchi werden vor allem dann fest und gummiartig, wenn zu viel Mehl in den Teig kommt oder der Teig zu lange geknetet wird. Das Problem ist: Kartoffeln und Kürbis bringen viel Feuchtigkeit mit, der Teig klebt, und man gibt immer mehr Mehl dazu. Am Ende hat man dann eher kleine Klöße als zarte Gnocchi.

Bei diesem Rezept helfen ein paar Dinge zusammen:

  • Gebackener Kürbis: Im Ofen verliert der Kürbis Wasser. Das Mus ist dadurch dicker und aromatischer als gekochter Kürbis.
  • Mehlig kochende Kartoffeln: Sie sind trocken und locker. Festkochende Kartoffeln machen den Teig eher klebrig.
  • Flohsamenschalenpulver: Schon 4 Gramm halten den Teig ohne Gluten gut zusammen. So brauchst du weniger Mehl, und die Gnocchi zerfallen trotzdem nicht im Wasser.
  • Kurz kneten: Den Teig nur so lange mit der Hand zusammendrücken, bis er gerade eben hält. Nicht durchkneten wie einen Brotteig.

🎃 So mache ich mein Kürbismus

Hokkaido waschen, entkernen und in Spalten schneiden. Die Schale kann beim Hokkaido dranbleiben. Auf einem Blech bei ca. 200 °C Ober-/Unterhitze backen, bis er ganz weich ist, je nach Größe der Stücke etwa 30–40 Minuten. Dann fein pürieren. Ist das Mus noch sehr flüssig, lass es in einem Topf bei mittlerer Hitze ein paar Minuten offen einköcheln, bis es schön dick ist. Im Kühlschrank hält es sich gut verschlossen einige Tage.

Das Rezept: Gnocchi di Zucca, vegan und glutenfrei

Gnocchi di Zucca, vegan und glutenfrei, mit Salbei und Olivenöl in einer weißen Schale

Gnocchi di Zucca: weiche Kürbis-Gnocchi

Weiche Kürbis-Gnocchi aus gebackenem Hokkaido und Kartoffeln, klassisch mit Salbei und Kürbiskernen. Vegan und glutenfrei.
Vorbereitungszeit 40 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 10 Minuten
Portionen: 4 Personen
Gericht: Hauptgericht
Küche: Italienisch

Zutaten
  

Für die Gnocchi
  • 400 g Kürbismus (am besten aus gebackenem Hokkaido)
  • 300 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 150 g Reismehl
  • 50 g Kartoffelstärke
  • 4 g Flohsamenschalenpulver
  • 6 g Salz
  • 1 Prise Muskatnuss frisch gerieben
  • 20 g Reismehl zum Bemehlen
Für Salbei und Kürbiskerne
  • 40 g Olivenöl
  • 12 frische Salbeiblätter
  • 20 g Kürbiskerne

Zubereitung
 

  1. Kartoffeln kochen: Die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, pellen und noch warm fein zerdrücken oder durch eine Kartoffelpresse drücken. Etwas abkühlen lassen.
  2. Teig mischen: Kürbismus, Kartoffeln, Reismehl, Kartoffelstärke, Flohsamenschalenpulver, Salz und Muskat auf einer Arbeitsfläche oder in einer großen Schüssel zusammengeben.
  3. Kurz zusammendrücken: Alles mit der Hand zu einem weichen Teig verbinden. Nur so lange, bis er zusammenhält. Ist er sehr klebrig, nimm ein kleines bisschen vom Reismehl zum Bemehlen dazu.
  4. Rollen formen: Die Arbeitsfläche mit Reismehl bemehlen. Den Teig portionsweise zu Rollen von etwa 2 cm Dicke formen.
  5. Gnocchi schneiden: Die Rollen in ca. 2 cm lange Stücke schneiden.
  6. Rillen machen: Jedes Stück mit leichtem Druck über die Rückseite einer Gabel oder über ein Gnocchi-Brett rollen. In den Rillen hält später die Sauce besser.
  7. Kochen: Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Gnocchi portionsweise hineingeben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch etwa 1 Minute ziehen lassen und mit einem Schaumlöffel herausheben.
  8. Salbei und Kürbiskerne: Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Salbeiblätter und Kürbiskerne darin kurz anbraten, bis der Salbei knusprig ist und die Kerne duften.
  9. Servieren: Die Gnocchi in der Pfanne kurz im Salbeiöl schwenken und sofort servieren.

Schritt für Schritt in Bildern

Glutenfreier Kürbis-Gnocchi-Teig wird mit der Hand kurz zusammengedrückt
Teig kurz mit der Hand verbinden
Rohe vegane Kürbis-Gnocchi mit Gabelrillen auf drei Tellern
Gnocchi mit Rillen, fertig zum Kochen
Rohe Kürbis-Gnocchi werden vom Teller in kochendes Salzwasser gegeben
Ab ins kochende Salzwasser
Gekochte Kürbis-Gnocchi mit Salbei und Olivenöl in einer weißen Schale
Mit Salbei und Olivenöl

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Klassisch mit Salbei oder mit Tomatensauce?

Klassisch isst man Gnocchi di Zucca in Italien mit Olivenöl, Salbei und Kürbiskernen. Das ist einfach, schnell gemacht und lässt den Kürbis richtig schön schmecken.

Wir mögen sie aber auch sehr gern mit einer einfachen Tomatensauce darüber, vor allem mein Kind. Die leichte Süße vom Kürbis und die fruchtige Tomate passen wunderbar zusammen. Mein Rezept für eine einfache italienische Tomatensauce findest du hier: Sugo al Pomodoro ohne Industriezucker.

Vegane Kürbis-Gnocchi mit Tomatensauce und Salbei in einer Schale, daneben ein Topf mit Sugo
So mag mein Kind sie am liebsten: mit Tomatensauce

Meine Tipps für weiche Kürbis-Gnocchi

Nicht zu viel Mehl: Der Teig darf ruhig weich sein und ein bisschen kleben. Bemehl lieber deine Hände und die Arbeitsfläche, statt immer mehr Mehl in den Teig zu geben.

Probe-Gnocchi kochen: Koch erst ein, zwei Gnocchi zur Probe. Halten sie gut zusammen, passt der Teig. Zerfallen sie, noch etwas Reismehl untermischen.

Nicht zu viele auf einmal: Gib die Gnocchi portionsweise ins Wasser, damit es weiter kocht und sie nicht aneinanderkleben.

Vorbereiten und einfrieren: Die rohen Gnocchi kannst du gut einfrieren. Leg sie dafür nebeneinander auf ein bemehltes Brett oder Blech, friere sie an und füll sie dann in eine Dose um. Gefroren direkt ins kochende Wasser geben.

Meine Küchenhelfer für Gnocchi

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Gnocchi-Brett

Mit dem geriffelten Holzbrett bekommen deine Gnocchi in einer Bewegung schöne, gleichmäßige Rillen. Für ein Rezept ist es kein Muss, die Gabel funktioniert genauso. Wenn du aber öfter Gnocchi machst, macht es richtig Spaß. Holz bitte nur von Hand spülen.

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Passiergerät

Damit wird Kürbismus richtig fein und ohne Klümpchen. Gerade für zarte Gnocchi ist das ein großer Vorteil, weil du den Teig danach nur noch kurz zusammendrücken musst.

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Teigschaber

Praktisch, um den weichen Gnocchi-Teig zu portionieren, die Rollen in Stücke zu teilen und die Arbeitsfläche danach schnell wieder sauber zu bekommen.

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Probier es aus

Wenn deine Gnocchi bisher auch immer zu fest geworden sind, dann gib diesem Rezept eine Chance. Für mich war es ein richtiger Aha-Moment, und wenn sogar ein Kind, das Gnocchi eigentlich nicht mag, nach mehr fragt, dann sagt das doch alles.

Mach dir einfach beim nächsten Mal ein bisschen mehr Kürbismus. Dann stehen die Gnocchi ganz schnell auf dem Tisch.

Wenn du das Rezept nachkochst, schreib mir gern in die Kommentare, wie sie bei euch angekommen sind, oder markiere mich auf Instagram unter @naima_fee. Ich freu mich drauf! Und wenn du noch mehr Lust auf Gnocchi hast, schau dir auch meine glutenfreien veganen Gnocchi oder den Gnocchi-Auflauf mit gerösteter Paprika an.

Häufig gestellte Fragen

Warum werden meine Gnocchi gummiartig?

Meist ist zu viel Mehl im Teig oder er wurde zu lange geknetet. Den Teig nur kurz zusammendrücken und lieber Hände und Arbeitsfläche bemehlen als den Teig selbst.

Kann ich gekauftes Kürbispüree nehmen?

Ja, achte nur darauf, dass es ohne Zusätze ist. Ist es sehr flüssig, lass es vorher in einem Topf etwas einköcheln.

Welcher Kürbis eignet sich am besten?

Ich nehme Hokkaido. Er ist eher trocken, schmeckt leicht nussig und die Schale muss nicht ab. Butternut funktioniert auch gut.

Kann ich das Flohsamenschalenpulver weglassen?

Es hält den Teig ohne Gluten zusammen. Ohne Flohsamenschalen brauchst du mehr Mehl, und die Gnocchi werden fester. Ich würde es deshalb drinlassen.

Kann ich die Gnocchi einfrieren?

Ja, am besten roh. Nebeneinander anfrieren, dann in eine Dose füllen und gefroren direkt ins kochende Salzwasser geben.

Mögen Kinder Kürbis-Gnocchi?

Bei uns auf jeden Fall! Mein Kind mag sie am liebsten mit einer einfachen Tomatensauce. Die Gnocchi sind weich, leicht süßlich und haben eine schöne Farbe.

Naima Fee

Ich lebe seit über zehn Jahren in Süditalien und entwickle auf cucinanaima.com einfache Rezepte, die vegan, glutenfrei und ohne Industriezucker sind. Am meisten freue ich mich, wenn meine Rezepte der ganzen Familie schmecken, auch den Kleinsten.

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