Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie Fleisch gegessen. Deshalb kann ich selbst gar nicht beurteilen, ob dieses Ragù genauso schmeckt wie ein Ragù mit Hackfleisch.
Aber die, die bei mir mitgegessen haben, sagen alle das Gleiche: Da gibt es wirklich keinen Unterschied. Und das freut mich jedes Mal riesig.
Ich möchte mit meinen Rezepten nämlich auch inspirieren. Ich möchte zeigen, dass man kein Fleisch braucht und dass Essen ohne Fleisch genauso lecker sein kann. Deshalb liebe ich es, klassische Fleischgerichte vegan nachzukochen. Ein Ragù gehört in Italien einfach dazu, und genau so eins wollte ich auch ohne Fleisch auf den Tisch bringen.
Der Trick dahinter ist Sonnenblumenhack. Es besteht nur aus Sonnenblumenkernen, ist voller Eiweiß und nimmt die Aromen der Sauce wunderbar auf. Wie du es richtig einsetzt, damit es herzhaft und sättigend schmeckt und nicht nach Kompromiss, zeige ich dir hier Schritt für Schritt.
Unten findest du das Rezept für 4 Portionen, vegan, glutenfrei und ohne Industriezucker.
Was ist Sonnenblumenhack überhaupt?
Sonnenblumenhack ist genau das, wonach es klingt: ein Hackfleisch-Ersatz, der zu hundert Prozent aus Sonnenblumenkernen besteht — genauer gesagt aus entöltem Sonnenblumenprotein, das nach der Ölpressung übrig bleibt und sonst häufig nur als Tierfutter oder Dünger endet. Statt es wegzuwerfen, wird es getrocknet und zu kleinen, hackfleischähnlichen Krümeln verarbeitet. Das Produkt ist damit nicht nur pflanzlich, sondern auch ein echtes Upcycling-Lebensmittel: Es entsteht aus einem Nebenprodukt der Sonnenblumenölherstellung, das sonst kaum genutzt würde.
Auf den Markt gebracht hat dieses Konzept ursprünglich die deutsche Marke SunflowerFamily, mittlerweile findet man Sonnenblumenhack aber unter verschiedenen Eigenmarken im Drogeriemarkt: als dmBio Sonnenblumenhack bei dm und als enerBiO Sonnenblumenhack bei Rossmann. Anders als viele andere Fleischalternativen kommt es völlig ohne Zusatzstoffe, Aromen oder Bindemittel aus — die Zutatenliste besteht aus genau einer Zeile: Sonnenblumenprotein. Genau das macht es auch für alle interessant, die auf Zusatzstoffe, Soja oder Gluten verzichten möchten.
Was mich an diesem Konzept besonders überzeugt: Für die Herstellung werden keine zusätzlichen Anbauflächen oder Ressourcen benötigt, weil das Ausgangsmaterial ohnehin bei der Sonnenblumenöl-Produktion anfällt. In einer Zeit, in der viele Fleischalternativen aufwendig aus Erbsen- oder Sojaisolat industriell hergestellt werden, ist Sonnenblumenhack angenehm unkompliziert: ein Naturprodukt, das lediglich getrocknet und zerkleinert wird, ganz ohne Extraktionsverfahren oder Zusatzstoffe. Für mich macht genau das den Unterschied zwischen einem „Fleischersatz-Produkt“ und einem Lebensmittel, das sich wie eine echte, unverarbeitete Zutat anfühlt.
Geschmacklich ist Sonnenblumenhack im trockenen Zustand fast neutral, mit einer leicht nussigen Note. Das ist kein Nachteil, sondern ein Vorteil: Es nimmt Aromen wie ein Schwamm auf und schmeckt am Ende genau so, wie man es würzt. Von der Konsistenz her ist es griffiger und bissfester als Tofu oder rote Linsen — dadurch entsteht beim Anbraten eine Krume, die einem echten Hackfleisch verblüffend nahekommt.
📊 Nährwerte pro 100 g (Trockenprodukt)
Brennwert
Eiweiß
Fett (davon 0,5 g gesättigt)
Kohlenhydrate (davon 5,9 g Zucker)
Ballaststoffe
Salz
Zum Einordnen: Klassisches Rinderhackfleisch liefert rund 17–20 g Eiweiß pro 100 g. Sonnenblumenhack kommt im Trockenzustand sogar auf mehr Protein — allerdings ist das Trockengewicht nicht direkt mit dem eingeweichten Endgewicht vergleichbar, da beim Quellen etwa das Zwei- bis Dreifache an Wasser aufgenommen wird und sich die Nährwerte entsprechend auf die größere Menge verteilen. Unterm Strich bleibt trotzdem: ein außergewöhnlich proteinreicher, gleichzeitig fettarmer und ballaststoffreicher Fleischersatz, der von Natur aus vegan und glutenfrei ist.
🛒 Einkaufs-Tipps
Qualitätsmerkmale: Achte auf eine möglichst kurze Zutatenliste — im Idealfall steht dort nur „Sonnenblumenprotein“ oder „Sonnenblumenkerne“. Bio-Ware erkennst du am EU-Bio-Siegel; sie stammt meist aus kontrolliert biologischem Anbau ohne Pestizide.
Herkunft: Die Sonnenblumenkerne stammen je nach Marke aus Deutschland, Österreich oder Osteuropa — auf der Verpackung meist als „EU-Landwirtschaft“ deklariert.
Preisrange: Eine 75–80-g-Packung (ergibt nach dem Einweichen etwa 200–240 g „Hack“) kostet zwischen 2,50 € und 3,50 €, je nach Marke und Bio-Siegel — umgerechnet also günstiger als die meisten Fleischalternativen aus dem Kühlregal.
📦 Lagerung & Haltbarkeit
Ungeöffnet und trocken gelagert ist Sonnenblumenhack sehr lange haltbar — meist 12 bis 18 Monate, das genaue Datum steht auf der Packung. Ein großer Vorteil gegenüber frischen Fleischalternativen: Es gehört nicht in den Kühlschrank, sondern einfach in den Vorratsschrank.
Nach dem Öffnen hält sich die trockene Ware, luftdicht verschlossen, noch mehrere Wochen. Bereits eingeweichtes (rehydriertes) Sonnenblumenhack solltest du dagegen wie frisches Hackfleisch behandeln: abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von ein bis zwei Tagen verbrauchen.
Ein praktischer Tipp aus meiner eigenen Küche: Ich weiche oft direkt die doppelte Menge ein und friere die Hälfte des bereits eingeweichten, aber noch nicht gewürzten Sonnenblumenhacks portionsweise in einem Gefrierbeutel ein. So habe ich beim nächsten Mal einen Teil der Vorbereitung schon erledigt und spare mir die 10 Minuten Einweichzeit.
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Verwendung in der Küche: so wird aus Sonnenblumenhack ein einfaches Rezept zum schnell kochen
Bevor Sonnenblumenhack in die Pfanne kommt, muss es einweichen — es ist ein Trockenprodukt und nimmt beim Einweichen etwa das Zwei- bis Dreifache seines Eigengewichts an Flüssigkeit auf. Am besten übergießt du es mit heißer (nicht kochender) Gemüsebrühe und lässt es 8 bis 10 Minuten quellen, bis es weich, aber noch bissfest ist. Genau in dieser Phase passiert der erste von drei klassischen Anfängerfehlern: Viele greifen aus Gewohnheit lieber zu Tofu, weil er bekannter ist — dabei ist Tofu von der Konsistenz her viel weicher und homogener als echtes Hack. Sonnenblumenhack dagegen hat nach dem Einweichen eine krümelige, faserige Struktur, die nach meinen Recherchen einem Hackfleisch optisch und auf der Zunge sehr viel näherkommt. Ich habe selbst lange nur zu Tofu gegriffen, weil ich es aus anderen Rezepten kannte — erst der direkte Vergleich hat gezeigt, wie viel näher Sonnenblumenhack tatsächlich an klassischem Hackfleisch dran ist, gerade was das Mundgefühl angeht.
Der zweite Fehler passiert direkt danach, beim Anbraten. Wer das eingeweichte Sonnenblumenhack nur kurz in die fertige Sauce rührt, verschenkt den wichtigsten Geschmacksträger überhaupt: die Röstaromen. Erst wenn das Hack in heißem Öl bei starker Hitze unbewegt 3 bis 4 Minuten anbrät, bis sich am Boden eine goldbraune Kruste bildet, entsteht dieser herzhafte, leicht nussig-röstige Geschmack, der ein Ragù erst wirklich wie Ragù schmecken lässt. Erst danach wird umgerührt und weitergebraten, bis auch die anderen Seiten Farbe angenommen haben. Ein kleiner, aber wichtiger Punkt dabei: Die Pfanne oder der Topf sollte wirklich heiß sein, bevor das Hack hineinkommt — bei zu niedriger Temperatur dünstet es eher, statt zu rösten, und genau die Röstaromen sind es, die später den größten Unterschied im Geschmack ausmachen.
Der dritte und aus meiner Sicht entscheidende Fehler: kein zusätzlicher Umami-Kick. Fleisch bringt von Natur aus Glutaminsäure mit, die für diese runde, herzhafte Tiefe im Geschmack sorgt. Pflanzliche Zutaten brauchen dafür etwas Unterstützung — und genau hier kommen zwei sehr italienische Zutaten ins Spiel: angeröstetes Tomatenmark und eingeweichte getrocknete Steinpilze. Beide enthalten von Natur aus viel Glutamat und machen aus einer „ganz okayen“ Sauce eine, die wirklich nach Italien schmeckt. Wichtig ist dabei: Es geht nicht darum, den Geschmack von Fleisch nachzuahmen — das kann und will ich auch gar nicht beurteilen, da ich selbst nie Fleisch gegessen habe. Es geht darum, der Sauce die geschmackliche Tiefe zu geben, die eine gute Sauce braucht, egal ob mit oder ohne Fleisch. Kombiniert man alle drei Techniken — gute Basis statt Tofu, konsequentes Anbraten, doppelter Umami-Kick — ergibt sich ein einfaches Rezept, das sich in unter 30 Minuten schnell kochen lässt und trotzdem komplex schmeckt.
💡 Insider-Trick: Weiche die getrockneten Steinpilze nicht in kaltem, sondern in warmem Wasser ein und gieße das Einweichwasser anschließend durch einen Kaffeefilter oder ein sehr feines Sieb (es setzt sich oft feiner Sand ab). Dieses gefilterte Steinpilzwasser gibst du direkt mit in die Sauce — es ist pures, konzentriertes Umami und macht geschmacklich mehr Unterschied als jede zusätzliche Gewürzmischung.
Falls du gerade keine getrockneten Steinpilze zur Hand hast, ist das kein Beinbruch: Auch eine Handvoll frische braune Champignons, klein gewürfelt und mit angebraten, bringt zusätzliche Erdigkeit in die Sauce — geschmacklich kommst du damit zwar nicht ganz an die Konzentration der getrockneten Steinpilze heran, aber deutlich näher als ganz ohne Pilze. Und auch beim Tomatenmark lohnt sich ein Blick aufs Etikett: Manche Sorten sind bereits leicht gesüßt, für dieses Rezept eignet sich reines, doppelt konzentriertes Tomatenmark ohne weitere Zutaten am besten.
3 Rezept-Empfehlungen mit Sonnenblumenhack
Hier ist mein liebstes, einfaches Rezept — komplett mit Zutaten und Schritt-für-Schritt-Anleitung — plus zwei weitere Ideen, wenn du Lust auf Abwechslung hast.
1. Das Grundrezept: Sonnenblumenhack-Ragù mit glutenfreier Pasta

Sonnenblumenhack-Ragù mit glutenfreier Pasta
Zutaten
Zubereitung
- Einweichen (10 Min, passiv): Sonnenblumenhack mit der heißen Gemüsebrühe übergießen. Getrocknete Steinpilze separat in den 150 ml warmem Wasser einweichen. Beides quillt, während du das Gemüse schneidest — so sparst du Zeit.
- Gemüse anschwitzen (5 Min): Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch, Karotte und Sellerie bei mittlerer Hitze 5 Minuten glasig anschwitzen. Das baut die aromatische Basis (das italienische „Soffritto") auf.
- Hack scharf anbraten (4 Min): Das abgetropfte, eingeweichte Sonnenblumenhack dazugeben, Hitze erhöhen. Wichtig: 2 bis 3 Minuten unbewegt anbraten lassen, erst dann wenden. Nur so entsteht die goldbraune Röstkruste, die für den herzhaften Geschmack sorgt.
- Tomatenmark anrösten (1 Min): Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten, bis es eine dunklere, rostrote Farbe annimmt. Das nimmt der Säure die Schärfe und baut zusätzliche Röstaromen auf.
- Ablöschen (2 Min): Mit Rotwein ablöschen und komplett einkochen lassen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Der Alkohol reduziert sich dabei deutlich, verdampft beim Kochen aber nie zu 100 % — wer ihn ganz vermeiden möchte, ersetzt den Wein durch 100 ml dunklen Traubensaft mit einem Spritzer Zitronensaft.
- Köcheln lassen (15 Min): Steinpilze grob hacken, mit dem gefilterten Einweichwasser (siehe Tipp oben), den stückigen Tomaten, Lorbeer und Rosmarin dazugeben. Zugedeckt bei kleiner Hitze 15 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren. In der Zwischenzeit einen Topf Salzwasser für die Pasta aufsetzen.
- Pasta kochen (7–9 Min): Glutenfreie Reis-Spaghetti nach Packungsangabe al dente kochen — meist etwas schneller gar als klassische Weizennudeln, deshalb regelmäßig probieren.
- Abschmecken & anrichten: Lorbeerblatt und Rosmarinzweig aus der Sauce nehmen, mit Salz und Pfeffer final abschmecken. Pasta mit der Sauce vermengen, mit frischer Petersilie bestreut servieren.
🔄 Variationen
Mit Walnüssen: 30 g grob gehackte, geröstete Walnüsse zusammen mit dem Sonnenblumenhack anbraten — für noch mehr Biss und eine zusätzliche buttrige Note.
Als Lasagne-Füllung: Das fertige Ragù eignet sich hervorragend als Füllung für eine vegane, glutenfreie Lasagne — einfach schichtweise mit glutenfreien Lasagneplatten und veganer Béchamel aufbauen.
Feurige Variante: Eine Prise Chiliflocken beim Anschwitzen des Gemüses dazugeben — für ein Ragù „all’arrabbiata“.
Extra sättigend: 200 g gewürfelte Kartoffeln in den letzten 15 Minuten mitköcheln lassen — sie nehmen die Sauce auf und machen aus dem Ragù ein noch sättigenderes, eintopfähnliches Gericht für kalte Tage.
2. Für besondere Anlässe: Ragù aus Blumenkohl, Walnüssen und Pilzen
Wenn du etwas mehr Zeit hast — zum Beispiel für ein Sonntagsessen oder wenn Gäste kommen — empfehle ich dir mein aufwendigeres Ragù aus Blumenkohl, Walnüssen und Pilzen. Der Blumenkohl wird dabei fein zerkleinert und kräftig angeröstet, die Walnüsse geben Fett und eine leicht buttrige Note, die Pilze bringen zusätzliche Erdigkeit. Das Ergebnis ist geschmacklich unglaublich vielschichtig, aber mit deutlich mehr Arbeitsschritten als das schnelle Sonnenblumenhack-Ragù — deshalb ist es eher etwas für den ruhigen Sonntag als für den Feierabend unter der Woche. Das komplette Rezept dazu findest du in diesem Instagram-Reel.
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3. Für die schnelle Küche: Sonnenblumenhack-Bällchen aus dem Ofen
Wenn es noch schneller gehen soll oder du das Ragù in einer neuen Form servieren möchtest: Eingeweichtes Sonnenblumenhack mit etwas glutenfreiem Paniermehl, Knoblauch, Petersilie und einem Esslöffel Tomatenmark vermengen, zu kleinen Bällchen formen und bei 200 °C Ober-/Unterhitze 18 bis 20 Minuten backen, bis sie außen knusprig und innen saftig sind. Diese Bällchen eignen sich hervorragend zum Vorbereiten: Roh geformt halten sie sich zugedeckt im Kühlschrank ein bis zwei Tage, oder du frierst sie bereits gebacken portionsweise ein und backst sie bei Bedarf einfach noch einmal kurz auf. Perfekt zu Spaghetti mit einer einfachen Tomatensauce oder als Fingerfood-Snack mit einem Joghurt-Kräuter-Dip.
🌻 Saisonalität
Sonnenblumen werden in Europa vor allem zwischen Ende August und Oktober geerntet — genau dann, wenn auch frische Steinpilze aus heimischen Wäldern Saison haben. Da Sonnenblumenhack als Trockenprodukt aber das ganze Jahr über haltbar ist, kannst du dieses einfache Rezept unabhängig von der Saison jederzeit schnell kochen — nur bei frischen Steinpilzen lohnt sich ein Blick auf die Jahreszeit, außerhalb der Saison greifst du einfach zu getrockneter Ware.
Auch bei den übrigen Zutaten lohnt sich ein Blick auf die Saison: Frische Tomaten schmecken zwischen Juli und September am intensivsten, Karotten und Sellerie gibt es dagegen fast ganzjährig regional. Für die Wintermonate ist die Dosentomate ohnehin die bessere Wahl — reife Tomaten werden meist direkt zur Erntezeit verarbeitet und sind dadurch oft aromatischer als die „frischen“ Tomaten, die im Winter aus dem Gewächshaus kommen.
Meine Empfehlungen für die Zubereitung
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Sonnenblumenhack
Das ist die Basis für dieses Rezept — reines Sonnenblumenprotein ohne Zusätze, glutenfrei und mit über 50 g Eiweiß pro 100 g Trockenprodukt. Ich kaufe es abwechselnd bei dm oder Rossmann, je nachdem, was gerade vorrätig ist, und habe inzwischen immer zwei, drei Packungen im Vorratsschrank, weil es sich so lange hält. Alternativ kann man es aber auch super in einer größeren Packung bei Amazon bestellen.
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Glutenfreie Reis-Spaghetti
Diese Reis-Spaghetti sind wirklich sehr lecker und haben eine tolle Konsistenz — sie werden nicht so schnell matschig wie viele andere glutenfreie Sorten, solange man die Kochzeit im Auge behält. Ehrlich gesagt: Ganz genauso „bissfest“ wie Hartweizen-Pasta werden sie trotzdem nicht, dafür passen sie geschmacklich neutral zu jeder Sauce.
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Pasta-Kochtopf
Wenn du regelmäßig Pasta kochst, ist so ein Pastatopf mit herausnehmbarem Siebeinsatz wirklich praktisch. Die Nudeln werden direkt im Einsatz gekocht und können anschließend einfach aus dem Wasser gehoben werden – kein umständliches Abgießen und kein zusätzliches Sieb nötig.Besonders praktisch finde ich ihn auch für glutenfreie Pasta, weil man die Nudeln schnell und genau zum richtigen Zeitpunkt aus dem Kochwasser bekommt. Der Topf ist aus Edelstahl, hat einen Glasdeckel und kann natürlich auch ganz normal als Kochtopf verwendet werden.
📌 Bevor du weiterliest: Falls dir dieses Ragù geschmeckt hat, wird dir auch mein kostenloser Guide „Warum italienische Pasta cremig wird — und deine nicht“ gefallen. Die gleiche Technik-Liebe, nur für die Pasta selbst statt für die Sauce.
Am Ende ist genau das der Grund, warum ich dieses einfache Rezept so oft koche und warum es mittlerweile fast schon ein kleines Familienritual geworden ist: Es beweist jedes Mal wieder, dass „vegan“ und „herzhaft-sättigend“ kein Widerspruch sein müssen. Ich kann nicht beurteilen, wie nah es geschmacklich an ein klassisches Ragù alla Bolognese herankommt — dafür fehlt mir schlicht der Vergleich. Aber ich kann dir sagen, was ich immer wieder höre, wenn ich es Menschen serviere, die selbst Fleisch essen: dass es überraschend „echt“ schmeckt, dass ihnen nichts fehlt — und manchmal sogar, dass sie sich fragen, ob veganes Kochen für sie vielleicht doch machbarer wäre, als sie gedacht hätten. Genau darum geht es mir bei Cucina Naima: nicht darum, irgendjemandem etwas auszureden, sondern zu zeigen, wie gut pflanzliche italienische Küche schmecken kann, wenn man ein paar einfache Techniken kennt.
Pasta d’Italia — eine Reise durch Italiens regionale Pastaküche
Genau wie dieses Ragù ist auch mein nächstes großes Projekt aus meinem Leben in Italien entstanden: ein Ebook mit 12 Regionen und 12 Pasta-Klassikern, die man in Deutschland kaum kennt — alle vegan, glutenfrei und ohne Industriezucker. Dazu verrate ich dir die original italienischen Küchentricks, die ich hier in Italien direkt von den Menschen gelernt habe – damit auch du Pasta zauberst, bei der alle fragen:“ Wie bekommst du die bitte so hin?„
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Häufige Fragen zu Sonnenblumenhack
Ist Sonnenblumenhack wirklich glutenfrei?
Ja, reines Sonnenblumenhack aus 100 % Sonnenblumenprotein ist von Natur aus glutenfrei — es enthält kein Getreide. Achte trotzdem auf die Verpackung: Manche Marken produzieren in Anlagen, die auch Getreide verarbeiten, dann steht dort ein „kann Spuren von Gluten enthalten“-Hinweis. Für strenge Glutenfreiheit lohnt sich ein Blick auf ein separates Glutenfrei-Siegel.
Kann ich das Ragù einfrieren?
Ja, sehr gut sogar. Die fertige Sauce (ohne Pasta) hält sich im Gefrierschrank in einem luftdichten Behälter etwa 2 bis 3 Monate. Am besten in Portionen einfrieren und über Nacht im Kühlschrank auftauen, dann kurz aufkochen.
Was ist der Unterschied zwischen Sonnenblumenhack und Tofu-Hack?
Tofu-Hack besteht aus zerkrümeltem Tofu (Sojaprotein) und hat eine weichere, gleichmäßigere Konsistenz. Sonnenblumenhack ist trockener, faseriger und krümeliger — dadurch entsteht beim Anbraten eine deutlichere Kruste, was der Struktur von echtem Hackfleisch näherkommt. Für alle, die Soja meiden möchten, ist Sonnenblumenhack außerdem die naheliegende Alternative.
Welche glutenfreie Pasta lässt sich am besten schnell kochen?
Reis-Nudeln und Maisnudeln lassen sich am unkompliziertesten schnell kochen, meist in 7 bis 9 Minuten, und werden bei richtiger Kochzeit angenehm bissfest. Linsen- oder Kichererbsenpasta braucht oft etwas mehr Aufmerksamkeit, da sie schneller zerfällt.
Ist dieses Rezept wirklich ohne Industriezucker?
Ja — achte beim Einkauf nur darauf, dass die stückigen Tomaten und das Tomatenmark keinen Zuckerzusatz enthalten (manche günstigen Sorten süßen die Säure künstlich ab). Die natürliche Süße kommt in diesem Rezept ausschließlich aus dem angerösteten Gemüse und den Tomaten selbst.
Kann ich dieses einfache Rezept auch ohne Alkohol schnell kochen?
Ja, problemlos. Ersetze die 100 ml Rotwein einfach durch 100 ml dunklen Traubensaft mit einem Spritzer Zitronensaft — geschmacklich kommst du damit sehr nah an das Original, ganz ohne Alkohol.
Ist Sonnenblumenhack auch für Kinder geeignet?
Ja, grundsätzlich schon — es handelt sich um ein einfaches, aus einer einzigen Zutat bestehendes Lebensmittel ohne Zusatzstoffe. Da es aber recht proteinreich ist und die Konsistenz für sehr kleine Kinder gewöhnungsbedürftig sein kann, würde ich es fein hacken oder pürieren, bevor es auf den Teller kommt. Bei Unsicherheiten frag am besten deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt, insbesondere wenn dein Kind unter einer Sonnenblumenkern-Allergie leiden könnte.
Wie viel Eiweiß liefert eine Portion des fertigen Ragùs?
Bei 80 g trockenem Sonnenblumenhack für 4 Portionen kommst du allein daraus auf gut 10 g Eiweiß pro Portion — zusammen mit dem Gemüse, den Tomaten und den Steinpilzen liegt eine Portion Sauce (ohne Pasta) bei schätzungsweise 12 bis 14 g Eiweiß. Für eine genaue Nährwertangabe empfiehlt sich, die konkret verwendeten Produkte und Mengen in eine Nährwert-App einzutragen.
Ich lebe seit über zehn Jahren in Süditalien und entwickle auf cucinanaima.com einfache Rezepte, die vegan, glutenfrei und ohne Industriezucker sind. Am meisten freue ich mich, wenn meine Rezepte der ganzen Familie schmecken, auch denen, die sonst gar nicht vegan essen.









